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Stadtrundgang

StadtrundgangBegleiten Sie uns auf einem kleinen Stadtrundgang durch das mittelalterliche Beilngries:

i. Information im Haus des Gastes

Ehemals fürstbischöflicher Getreidekasten mit Brotbank und Kramladen im Erdgeschoss. Im ersten Stock wurden zwei Räume über Jahrhunderte an die Stadt verpachtet. 1975 wurde das Gebäude entkernt und dient heute als Haus des Gastes für Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Räumlichkeiten der Touristik-Information befinden sich im Erdgeschoss des Gebäudes.

1. Flurerturm

Die mittelalterliche Stadtbefestigung wurde im 15. Jahrhundert errichtet, ist heute aber nur noch teilweise vorhanden. Sie war ursprünglich fünf bis sehcs Meter hoch und einen Meter dick. Der Flurerturm diente dem Fluraufseher als Unterkunft. In ihm ist heute eine Wohnung untergebracht. Der Fachwerkaufbau erfolgte erst im 19. Jahrhundert. Der Flurer hatte zur Aufgabe Feldfrevel, Weideverstöße und Holzdiebstähle im Stadtwald aufzudecken.

2. Seelennonnenturm

Der Seelennonnenturm wurde der Totenfrau als kostenlose Wohnung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhielt sie keine städtische Besoldung.

3. Der Badturm

Der Badturm wurde nach dem ehemaligen oberen Bad benannt. Unter anderem diente dieser Turm der städtischen Hebamme als Unterkunft, die ihr kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Alle Vierteljahre erhielt die Hebamme ihre Besoldung (Quatembergeld) und ein Fuder Holz.

4. Bettelvogtturm

Der Bettelvogtturm beherbergte den Bettelvogt, der die Bettler der Stadt beaufsichtigte. Er sorgte dafür, daß die fremden Bettler sich nicht zu lange in der Stadt aufhielten.

5. Bürgerturm

Der Bürgerturm diente ausschließlich Beilngrieser Bürgern als Arrestlokal, während die Dienstboten und Fremden im Amtshaus beim Seelennonnenturm inhaftiert wurden.

6. Frauenkirche

Sie ist der bedeutendste Sakralbau in Beilngries. Der Rokokobau stammt aus dem Jahr 1753. Den Hochaltar ziert eine Marienstatue, die schon immer hoch verehrt wurde. Die Sakristei ist noch ein Überbleibsel der ehemals an dieser Stelle erbauten kleinen Kirchen, in der 1723 die Franziskaner ihr Wirken in Beilngries begannen. Das Deckengemälde zeigt die Himmelfahrt Mariens.

7. Sauhüterturm

Das Wappen des Eichstätter Fürstbischofs Gabriel von Eyb weist auf den Erbauer dieses Eckturms hin. Nachdem im Mittelalter die Einzelweide verboten war, wurden von der Stadt für die verschiedenen Haustierarten wie Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen eigene Hirten bestellt. In diesem Turm war der Sauhüter untergebracht.

8. Wasserschöpferturm

Benannt nach dem nahegelegenen Wasserschöpfer, der für die Wasserversorgung des Kommunalbrauhauses zuständig war.

9. Strohbauernturm

Der nächste Turm ist der Strohbauernturm, der seinen Namen vom örtlichen Strohbauernhof hat (einer der drei Meierhöfe). Hier sollte man auch einmal einen Blick auf die nur noch selten zu sehenden Juradächer werfen, die für das Altmühltal so typisch waren.

10. Rossturm

Der letzte Stadtturm ist der Rossturm, den ebenso wie den Sauhüterturm Bischof Gabriel von Eyb erbauen lies und dem Pferdehirten als Unterkunft diente.

11. Gasthof Walthierer

Der Gasthof Walthierer ist ein typisches Bürgerhaus aus der Wende des 16. zum 17. Jahrhundert. Jedes einzelne Stockwerk ragt für sich weiter hervor als das herunterliegende. Hervorzuheben ist der gotische Eselsbogen beim Getreideaufzug.

12. Kaiserbeckhaus

Ein weiteres Bürgerhaus aus der Gotik ist das Kaiserbeckhaus. Seine reiche Giebelgliederung mit Blendarkaden lässt auf einen wohlsituierten Bauherrn schließen.

13. Stadtpfarrkirche

Ursprünglich war die kleine Friedhofskirche bis zum 15. Jahrhundert die Stadtpfarrkirche von Beilngries. Vorgänger der heutigen Kirche war ein Barockbau, der sich vom rechten Turm ostwärts bis zur Hauptstraße erstreckte. Der heutige Kirchenbau (1911 bis 1913) ist eine künstlerisch freie Schöpfung mit barockem Grundcharakter des Münchner Architekten von Spannagl. Das Altarbild stellt die Verklärung der „St. Walburga” mit der Heiligen Dreifaltigkeit dar. Der Altar selbst ist eine Stiftung des Eichstätter Fürstbischof Johann Euchar Schenk von Castell (1685 bis 1697).

14. Rathaus

Das Rathaus wurde 1740 bis 1742 vom Eichstätter Baudirektor Gabrieli erbaut. Bis 1972 diente es als Landratsamt und ist erst seit 1972 Rathaus der Stadt Beilngries.
Das Wappen auf der Hausfront zeigt zwei Beile und kann damit zu den sogenannten „redenden Wappen” gezählte werden, da die Beile auf den ersten Wortbestandteil von „Beilngries” anspielen